Weltweite Rohstoffverknappung in Bauchemie

Der Weltmarkt für Rohstoffe der Chemie- und Baubranche befindet sich aktuell in einer prekären Situation.

Vielfältige Ursachen sorgen für eine enorme Rohstoffverknappung. So schränken Störungen in Lieferketten den Warenverkehr ein, z. B. durch Probleme im Transportsektor, überfüllte Häfen und schwer verfügbare Seecontainer. Große Chemieunternehmen, die Grundstoffe herstellen, haben Lieferunfähigkeit nach Force Majeure (höhere Gewalt) erklärt, was wiederum die Verfügbarkeit für nachfolgende Hersteller reduziert. Zusätzliche Faktoren waren der Wintereinbruch in Texas, in dessen Folge die dortige Chemieindustrie zusammenbrach, und der Stau im Suezkanal. Auch der konjunkturelle Aufschwung und die erhöhte Nachfrage in China verstärken die Rohstoffknappheit. Einfluss habe auch ein verändertes Konsumverhalten, wie die deutsche Studiengesellschaft für Straßenmarkierungen als auch die Skandinavische Straßenmarkierungsgesellschaft begründen. Demnach wirke sich der rückläufige Reiseverkehr in der Corona-Pandemie auf die Rohölproduktion und damit auf raffinierte Produkte aus.
Hubert Weimann, Silikal-Geschäftsführer sagt: „Auch wir spüren die starke Verknappung und die Preissteigerungen in fast allen Bereichen – von einfachen Holzpaletten, über Kartonagen bis hin zu Rohstoffen für unsere Produktion. Besonders stark ist die Rohstoffgruppe der Acrylatmonomere betroffen.“ Silikal unternimmt alles, um den gewohnten Kundenservice zu gewährleisten und bittet die Kundschaft um Verständnis. „Hilfreich kann es sein, rechtzeitig zu ordern. Außerdem können wir bei einigen Bestellungen auf Produkte wechseln, die genauso einsetzbar sind und gleiche Eigenschaften haben“, sagt Hubert Weimann.
Europäische Fachleute sind sich darin einig, dass ein Ende der weltweiten Rohstoffverknappung noch nicht absehbar sei und die angespannte Lage sich nicht kurzfristig verbessern werde.